Aktionen auf dem U-Bahnhof Alexanderplatz 2006

Ayse Erkmen U8

You aren't going to see QT if you don't allow EMBEDs!

Filme Uwe Jonas, 2006


Im Internet Explorer kann es zu
Darstellungsproblemen kommen.

Bitte nutzen Sie Firefox firefox
um sich die Filme anzusehen.

Auf dem Bahnsteig der Linie U8 im Untergrund des Alexanderplatzes präsentiert die Künstlerin Ayse Erkmen - in Istanbul geboren und heute sowohl dort als auch in Berlin lebend - erstmalig eine Klanginstallation: Trailermelodien, wie man sie aus Fernsehserien der Machart „Dallas“ und Co. kennt, kündigen auf beiden Bahnsteigseiten die einfahrenden Züge in jeweils anderen Variationen an. Die Melodien aus einem kommerziellen Musikarchiv in Istanbul erzeugen - wie zu Beginn einer Soap - melodramatische Spannung. Der Zug wird „main character“ eines Films, dessen Kulisse nicht allein der Bahnhof ist: Die Stadt als Ganzes offenbart sich als Inszenierung.

Mit dieser Installation verkettet und konfrontiert Ayse Erkmen die unterschiedlichen Ebenen von Film und Realität, dramatisch übersteigerter Erwartung und profanem Alltag - und hinterfragt sie gleichzeitig. Wie auch in ihren anderen Arbeiten verbindet die Künstlerin dabei Strategien der Minimal - und Konzeptkunst mit kulturellen Herkunftsfragen. 1997 etwa ließ sie für die Skulpturen Projekte figürliche Plastiken aus dem 15. und 17. Jahrhundert an Hubschraubern befestigt über Münster fliegen; in Frankfurt brachte sie 2001 für ein Projekt der Deutschen Bank ausländische Fährschiffe dazu, den Rhein zu queren. Ohne auf eine „persönliche Handschrift“ oder medialen Wiedererkennungswert zu setzen, widmet sich Ayse Erkmen bei ihren Interventionen im öffentlichen Raum ganz dem Ort des Geschehens: präzise Beobachtungen führen sie zur Wahl des Themas und der Mittel, es zu bearbeiten.

Sie erleben die Klanginstallation „U8“ von Ayse Erkmen im Bahnhof Alexanderplatz auf dem Bahnsteig der Linie U8 bei jedem einfahrenden Zug.


Drucken Seite drucken

© 2007 NGBK